Phytotherapie - Heilpflanzen

    Der Einsatz von Pflanzen zur Heilung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten hat eine sehr lange Tradition und daher ist es nicht verwunderlich, dass die Phytotherapie ("phyto" = Pflanze) als eines der klassischen Naturheilverfahren einen hohen Stellenwert in der Erfahrungs- und Volksheilkunde genießt. Aber auch in der modernen Arzneimittelforschung spielen pflanzliche Stoffe eine beachtenswerte Rolle. Nicht zuletzt wurden viele heute synthetisch hergestellte Arzneimittelwirkstoffe ursprünglich aus Pflanzen isoliert (zum Beispiel das Salicin aus der Weidenrinde, welches heute als synthetische Acetylsalicylsäure verwendet wird).

    Die Phytotherapie hat aufgrund der enormen Vielfältigkeit der Pflanzenzwelt und ihrer Inhaltsstoffe ein sehr breites therapeutisches Spektrum und eignet sich sowohl zur adjuvanten als auch zur alleinigen Anwendung.

    Basis für die Auswahl der Pflanzen bilden die Monographien der Kommission E, einem Sachverständigengremium, welches zwischen 1975 und 1998 mehr als 350 Pflanzen bezüglich Wirkung, Risiken und Nebenwirkungen bewertet hat. Weitere wichtige Instanzen, die auch aktuell noch Monographien erstellen sind die ESCOP und das HMPC.

    Aber auch Heilpflanzen, die in der Erfahrungsheilkunde und Volksheilkunde traditionelle Anwendung finden, können eingesetzt werden.

    Verwendet werden ganze Pflanzen, Teile von Pflanzen wie Blüten, Blätter, Wurzeln oder Zubereitungen aus Pflanzen, wie Tees, alkoholische oder ölige Auszüge sowie ätherische Öle. Als äußerliche Darreichungsformen eignen sich Salben, Cremes und Öle, feuchte Wickel oder Bäder, innerlich stehen Tees, Tinkturen und Fertigarzneimitteln mit teilweise standardisierten Inhaltsstoffen zur Verfügung.

    Die Inhaltsstoffe können in Wirkstoffgruppen eingeteilt werden, wobei für die Gesamtwirkung der Pflanzen häufig ihre Vielstofflichkeit bedeutend ist. Wichte Wirkgruppen sind z. Bsp. Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine oder Glykoside.

    Selbstverständlich müssen auch bei pflanzlichen Heilmitteln Risiken, Nebenwirkungen und Kontraindikationen beachtet werden. Hier spielen zum Beispiel die Interaktion mit anderen Arzneimitteln, Allergien sowie die richtige Dosierung eine Rolle.

  • Über Details, Anwendungsgebiete, Risiken sowie Gegenanzeigen informiere ich Sie gerne unverbindlich per Telefon, per Email oder in meiner Praxis in Radolfzell - Böhringen.
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  • Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenheilkunde
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kommission_E
    http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Phytopharmaka